Aktuelles

Erdbeben: Gerichtsverfahren wegen mißachteter Bauvorschriften

Die Staatsanwaltschaft hat einen Gerichtsprozess gegen 17 Personen beantragt, die Bauvorschriften missachtet haben und so wohl maßgeblich zum Einsturz des Studentenwohnheimes in L'Aquila beim Erdbeben im April beitrugen. Durch den Einsturz des Wohnhauses kamen acht Studenten ums Leben.

Korruptionsfall Bertolaso

Seit dem Erdbeben im April letzten Jahres galt Guido Bertolaso, der Chef des italienischen Zivilschutzes, schon fast als Held. Mit viel Engagement setzte er sich für die Abruzzen und ihre Bewohner ein, in kurzer Zeit wurden Hilfsmaßnahmen ergriffen, Regelungen und Gesetze erlassen, die Wiederaufbaumaßnahmen begonnen. Doch nun scheint Bertolaso in einen Korruptionsfall verwickelt zu sein - zwielichtigen Bauunternehmen soll gegen Geld große Bauaufträge im Rahmen des G8-Gipfels zugeschanzt worden sein. mehr...

Strafen für Hundehaufen...

In Deutschland ist das nichts besonderes, aber in den Abruzzen eine absolute Neuheit: in Pescara wurde einer Hundebesitzerin zum ersten Mal eine Strafe für einen nicht aufgelesenen Hundehaufen aufgebrummt. Und diese ist nicht gerade niedrig: ganze 400 Euro muss die Hundebesitzerin berappen. In der Vergangenheit haben sich viele Bürger Pescaras über die vielen Hundehaufen,vor allem in den Parks, beschwert. Diese neue Regelung soll nun dagegen vorgehen und die Hundebesitzer dazu bringen, Parks und Bürgersteige sauber zu halten. mehr...

Überschwemmungen in der Provinz L'Aquila

Nach tagelangen Regenfällen sind viele Straßen in L'Aquila und Umgebung überschwemmt - der Verkehr ist deshalb teilweise erschwert oder blockiert. Bilder von den Überschwemmungen gibt's übrigens hier: http://ilcentro.gelocal.it/multimedia/home/23168786

Die "Abruzzen-Oma" ist 110 Jahre alt

Die liebevoll "Nonna D'Abruzzo" (Abruzzen-Oma) genannte Domenica Di Tomasso ist die älteste Frau der Abruzzen und wurde jetzt 110 Jahre alt! Ihr 9 Enkel und 12 Urenkel haben ihr ein Geburtstagsfest in einem Restaurant in der Provinz Pescara organisiert. Über 100 Gäste waren geladen, darunter natürlich auch der Bürgermeister und der Vizepräsident der Region. Um die Kerzen auf der Geburtstagstorte auszublasen brauchte Nonna Domenica allerdings ein bisschen Hilfe von ihren Enkeln. "Das sind wirklich viele!", lachte sie und hob die Hände zum Himmel. mehr...

Verletzte Wölfin im Regionalpark Sirente-Velino operiert

Eine im Regionalpark Sirente-Velino gefundene verletzte Wölfin wurde in einer vierstündigen Operation geretttet. Die Wölfin war in der Nähe von Goriano Sicoli in die Falle eines Wilderers geraten und hatte stark blutende Wunden am Hals. Die Wölfin ist nun nach der Operation außer Gefahr, bleibt aber noch unter Aufsicht und Pflege, bevor sie wieder in der Wildnis ausgesetzt wird.
In Italien leben etwa 500 Wölfe, ca. 45 davon in den Abruzzen.

Simuliertes Erdbeben soll Sicherheit der neuen Wohnmodule testen

Um die Erdbebensicherheit der neu errichteten Wohnmodule in der Provinz L'Aquila zu testen, soll heute ein Erdbebenstoß simuliert werden. Dieser soll noch stärker als das Beben vom 6. April 2009 sein - die Geschwindigkeit und Kraft sollen langsam gesteigert werden, um die Reaktion eines der neuen Häuser zu beobachten. Dieser Test ist einzigartig und wurde in dieser Weise noch nie durchgeführt: bei der maximalen Geschwindigkeit wird sich das über 4000 Tonnen schwere Haus um bis zu 50 cm bewegen.

Neuer Polizeipräsident in L'Aquila

Heute wird in L'Aquila der neue Polizeipräsident (Questore) vereidigt. Bei einer Zeremonie löst er den bisherigen Questore Piritore ab.

Zwei Tote bei Lawinen-Unglück am Gran-Sasso

Am gestrigen Sonntag starben zwei Menschen durch eine Schneelawine. Eine 30-jährige Italienerin und ihr 48-jähriger Begleiter wurden dabei unter der Lawine begraben. Eine weitere Person, die mit den beiden unterwegs war, schlug Alarm und konnte unverletzt davonkommen. Die Bergwacht fand die Leichen der beiden Toten gegen Abend.
Die Behörden warnen aufgrund heftigen Schneefalls und starken Winden weiterhin vor Lawinen.

Neue Pflanze "Lathyrus Apenninus" entdeckt

Eine bisher unkatalogisierte Pflanze wurde auf dem Gran Sasso entdeckt. Es handelt sich um eine nicht essbare Hülsenfrucht mit langen tiefgrünen Blättern und leuchtend lila Blüten. Gefunden haben sie Forscher vom Centro ricerche Floristiche dell’Appennino nel Parco del Gran Sasso e dei Monti della Laga, die sie "Lathyrus Apenninus" getauft haben.
Der Verantwortliche des Forschungszentrums, Fabio Conti, erklärt: "Diese Pflanze wurde immer mit einer ähnlichen Art aus Umbrien verwechselt. Wir haben sie jetzt näher untersucht und herausgefunden, dass es nicht die gleiche ist."

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